Pathogenbasierte Indikation1
Fetcroja® ist eine intravenöse Antibiotikatherapie zur Behandlung von Infektionen bei Erwachsenen durch aerobe gramnegative Erreger, wenn nur begrenzte Therapieoptionen zur Verfügung stehen.
Die pathogenbasierte Indikation ermöglicht den Einsatz unabhängig vom Infektionslokus und adressiert gezielt ein breites Spektrum klinisch relevanter multiresistenter gramnegativer Erreger.

Innovatives Wirkprinzip mit aktivem Transport durch Eisenbindung¹⁻³
Das innovative Wirkprinzip von Fetcroja® basiert auf dem Prinzip des „Trojanischen Pferdes“.
Der Wirkstoff Cefiderocol gehört zur neuen Klasse der Siderophor-Cephalosporine. Mit seiner molekularen Struktur imitiert Cefiderocol natürliche Siderophore und bindet extrazelluläres Eisen, das für Bakterien essenziell ist.
Der Eisen-Cefiderocol-Komplex wird aktiv über bakterielle Eisentransportsysteme in die Zelle aufgenommen. Dadurch gelangt Cefiderocol effizient in das Bakterium.
Im periplasmatischen Raum von Bakterienzellen dissoziiert Cefiderocol vom Eisen und entfaltet seine antibakterielle Wirkung durch Hemmung der Penicillin-bindenden Proteine. Dies führt zur Störung der Zellwandsynthese und schließlich zur Lyse des Bakteriums. Der aktive Transport ermöglicht eine effiziente Cefiderocol-Aufnahme. Dies gilt auch bei eingeschränkter Permeabilität der bakteriellen Membran.

Hohe Stabilität gegenüber bakteriellen Multiresistenzen¹⁻³
Fetcroja® zeichnet sich durch eine überlegene Stabilität gegenüber allen klinisch relevanten Resistenzmechanismen gramnegativer Bakterien aus, darunter:
- Reduktion der Membranpermeabilität durch Veränderungen von Porinkanälen
- Überexpression von Effluxpumpen
- Inaktivierung durch Betalaktamasen (inkl. Carbapenemasen)
Durch die Überwindung dieser entscheidenden Resistenzmechanismen ermöglicht Fetcroja® eine hohe Wirksamkeit gegenüber multiresistenten Erregern im klinischen Alltag.

Referenzen:
1. Fetcroja® Fachinformation, aktueller Stand
2. Zhanel GG, et al. Drugs. 2019;79:271–89.
3. Ito A, et al. Antimicrob Agents Chemother. 2018;62:e01454-17.